„Warum geht es mir trotz Therapie schlechter?“
Viele Menschen kommen in meine Praxis, nachdem sie bereits viel ausprobiert haben: Psychotherapie, Klinikaufenthalte, Yoga, Coaching, uws.
Und trotzdem geht es ihnen nicht besser. Manchmal sogar schlechter.
Inhaltsverzeichnis
- Warum manche Menschen trotz vieler Therapien keine Entlastung finden
- Eine fiktive Geschichte, die viele kennen werden
- Wenn Heilung zur Überforderung wird
- Warum das Nervensystem sein eigenes Tempo hat
- Trauma lösen: Warum tiefer nicht immer besser ist
- Was körperorientierte Traumatherapie anders macht
- Heilung entsteht nicht durch Druck
- körperorientierte Traumatherapie in Hersbruck oder online
Warum manche Menschen trotz vieler Therapien keine Entlastung finden
Viele Menschen bringen bereits ein großes Verständnis für ihre Geschichte mit.
- Sie wissen, warum sie reagieren, wie sie reagieren.
- Sie kennen ihre Auslöser.
- Sie haben Zusammenhänge verstanden.
Und dennoch bleiben Ängste, Erschöpfung, innere Anspannung oder das Gefühl, festzustecken.
Denn, die Dinge zu verstehen, reicht nicht immer alleine aus.
Eine fiktive Geschichte, die viele kennen werden
Nennen wir sie Miriam.
Miriam ist erfunden. Ihre Geschichte jedoch hat bereits viele viele Male so oder so ähnlich stattgefunden.
Miriam tut alles, was ihr geraten wird.
- Sie geht zur Psychotherapie
- Sie macht Yoga
- Sie liest Bücher über Trauma und Persönlichkeitsentwicklung
- Sie hört Podcasts
- Sie besucht Workshops
Zwischendurch probiert sie körperorientierte Verfahren aus, dann wieder etwas Neues. Und noch etwas. Denn irgendwo muss doch die Lösung sein.
Miriam bemüht sich. Sie schaut hin. Sie arbeitet an sich. Sie tut alles, was ihr empfohlen wird.
Und trotzdem geht es ihr immer schlechter.
Sie schläft schlechter. Ist schneller erschöpft. Kommt schlechter zur Ruhe. Fühlt sich zunehmend überfordert.
Und irgendwann fragt sie sich:
„Warum geht es mir schlechter, obwohl ich doch so viel für mich tue?“
Wenn Heilung zur Überforderung wird
Viele Geschichten, die ich in meiner Praxis höre, unterscheiden sich in den Details. Doch oft haben sie einen gemeinsamen Kern.
- Es war zu viel
- Zu schnell
- Zu tief
Was eigentlich helfen sollte, wurde für das Nervensystem zur nächsten Überforderung. Manchmal werden starke Gefühle aktiviert, Erinnerungen geöffnet und intensive Körperreaktionen ausgelöst.
Nicht jede intensive Erfahrung ist schlecht. Aber oft, sind solche Erfahrungen nicht heilsam.
Denn das Nervensystem braucht die Möglichkeit, das Erlebte zu integrieren. Es braucht Zeit.
Warum das Nervensystem sein eigenes Tempo hat
Das Nervensystem folgt nicht unserem Wunsch nach schneller Veränderung und schon garkeinem Perfektionismus und Fleiß. Im Gegenteil. Es reagiert auf Sicherheit, Orientierung und Langsamkeit.
Auf die Erfahrung:
Ich bin heute nicht mehr in Gefahr.
Es ist nicht zu viel.
Ich kann das.
Deshalb kann Heilung nicht unter Druck erzwungen werden. Und schon gleich garnicht durch Intensität und dauernd neue Methoden.
Trauma lösen: Warum tiefer nicht immer besser ist
In den letzten Jahren ist häufig zu hören, dass Trauma „gelöst“, „entladen“ oder „freigesetzt“ werden müsse. Manchmal entsteht der Eindruck, dass Heilung vor allem durch möglichst intensive Erfahrungen entsteht.
Doch ist das wirklich wahr?
Nicht jedes Nervensystem braucht mehr Tiefe. Manche Menschen brauchen zunächst mehr Stabilität. Mehr Orientierung. Mehr Sicherheit.
Der Körper braucht Vorarbeit. Er braucht Vertrauen. Und erst, wenn ein solides Fundament entstanden ist und Sicherheit und Orientierung da sind, hat der Körper die Kapazitäten, sich dem traumatischen Erlebnis zuzuwenden. Und nur wenn die Schritte klein genug sind, kann das Erlebte auch integriert werden und langfristig Heilung entstehen.
Das steht im Widerspruch zu dem Wunsch der Menschen, die doch fleißig sind und alles richtig machen wollen. Oft sind sie begleitet von einer großen Ungeduld.
Was körperorientierte Traumatherapie anders macht
Oft weiß der Kopf längst, die Gefahr ist vorbei. Aber der Körper weiß es noch nicht. Körperorientierte Traumatherapie arbeitet deshalb nicht nur mit Gedanken und Erinnerungen. Sie arbeitet mit dem, was sich im Körper zeigt. Dabei ist es nicht wichtig, wie lange die Erfahrung schon zurückliegt. Der Körper erinnert sich. Immer. Körperorientierte Traumatherapie hilf dem Körper, gespeicherte Energie aus dem Köper vorsichtig und in kleinen, bewältigbaren Schritten zu entladen. Immer in einem gehaltenen Rahmen und ohne den Körper erneut zu überfordern. Körperorientierte Traumatherapie hilft dem Nervensystem, neue Erfahrungen zu machen.
Erfahrungen von Sicherheit, Orientierung und von Selbstwirksamkeit. Nur durch die Langsamkeit und Achtsamkeit lernt der Körper, dass er nicht länger im Alarmzustand bleiben muss.
Heilung entsteht nicht durch Druck
Vielleicht liegt also die Antwort nicht darin, noch mehr zu machen. Nicht noch eine Methode. Nicht noch eine Ausbildung. Nicht noch ein Seminar.
Vielleicht liegt die Antwort manchmal darin, langsamer zu werden. Wahrzunehmen, was bereits da ist. Dem Nervensystem Zeit zu geben. Und den Körper in die Therapie mit einzubeziehen.
Denn manchmal weiß der Kopf längst, dass die Gefahr vorbei ist.
Aber der Körper weiß es noch nicht.
körperorientierte Traumatherapie in Hersbruck oder online
Vielleicht erkennst du dich in diesem Artikel wieder.
Vielleicht kennst du das Gefühl, schon viel versucht zu haben und trotzdem nicht wirklich anzukommen.
In meiner Praxis in der Scheune in Hersbruck oder auch online biete ich dir einen sicheren, achtsamen und gehaltenen Raum, in dem Heilung nicht erzwungen wird. Einen Raum, in dem dein Nervensystem Schritt für Schritt lernen darf, dass heute etwas anderes möglich ist als damals. Ohne das Vergangene noch einmal tief durchleben zu müssen.
Wenn du mehr über meine Arbeit und die körperorientierte Traumatherapie erfahren möchtest, findest du hier weitere Informationen.